Aroma-Therapie

Aromatherapie beruht auf der Tatsache, dass der Körper auf Duftstoffe (d.h. ätherische Öle) positiv reagieren kann. Diese können sowohl inhaliert wie auch eingerieben oder auch Getränken beigegeben werden.

Duftstoffe wirken auf verschiedene Weise auf den menschlichen Körper ein:

  • Der Geruchssinn wird angesprochen; dies führt zu einer Sinneswahrnehmung mit all den damit verbundenen Nebeneffekten (Gefühlseindruck, Erinnerung, reflektorische Beeinflussung verschiedener Körperfunktionen, etc.).
  • Nach Einnahme oder Inhalation können ätherische Öle auch eine direkte Wirkung auf die Organe haben.
  • Einige ätherische Öle besitzen antibiotische Eigenschaften, wodurch sie sich gut für die Prophylaxe und zur Behandlung leichterer Infekte eignen. Neben den reinen Aromaölen eignen sich hierfür auch bestimmte Heilkräuter und Gewürze, wie Thymian, Salbei und Zitronenmelisse. Besonders häufig wird von Erleichterung bei Erkältungen berichtet, wofür sich neben der oralen Einnahme ganz be­son­ders die gezielte Inhalation, wie auch eine Anreicherung der Raumluft über Verdunstung eignen.

Interessanterweise lassen sich Wirkstoffe von ätherischen Ölen, die in einer Massage verwendet wurden, bereits nach 15 Minuten im Urin der behandelten Person nachweisen.

U. a. sind folgende Wirkungen der Aroma-Therapie bekannt:

  • Lavendelöl wirkt beruhigend und sehr gut bei Verbrennungen/Brandblasen;
  • Thymian wirkt aktivierend;
  • Jasmin wirkt stark spasmolytisch, sedativ und antidepressiv;
  • Orangen- und Zitronenöl hellen die Stimmung auf;
  • Zitronenöl hilft bei Warzen;
  • Immortelle soll auf Wunden aufgetragen eine wundreinigende, heilungsfördernde und -beschleunigende Wirkung haben.

In der Aroma-Therapie werden – wie das Bild zeigt – so genannte Kräuterstempel verwendet. Diese Anwendung war ursprünglich dem siamesischen Königshaus und der herrschenden Klasse vor­be­hal­ten. Erst der Leibarzt vom Abt des königlichen Tem­pels machte diese dem 'gemeinen Volke' zu­gäng­lich.

Zum Erhitzen der Kräuterstempel verwendet man einen speziellen Dampftopf. In feucht-heissem Zu­stand werden die beiden Stempel wechselweise auf die Haut appliziert. Dabei werden die verschiedenen Kontaktpunkte am Körper in einer genau vorgeschriebenen Reihenfolge behandelt.

Die Massage mit Kräutern kann das Immunsystem stärken und die Leistungskraft steigern. Die Ent­schlackung wird beschleunigt, und es werden Blockaden und Stauungen gelöst sowie körperliche Verspannungen abgebaut. Die Haut wird durch die erwärmten Kräuter sehr gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt, was wiederum die Gewebestraffung der Haut fördert und sie jung erhält. Ferner hilft die Aroma-Therapie im muskulären Bereich, indem sie beruhigt und Beschwerden im unteren Rücken- und Bauchbereich lindern kann; dies gilt auch für Frauen in den ersten Tagen der Periode. Diese Behandlung fördert ganz allgemein das Wohlbefinden und baut Stress ab.